3D-Scanner Hardware

Dat-inf 3D-Scanner

Unser 3D-Scanner ist als modulares Multi-Kamera-System ausgelegt und eignet sich für die Genereriung präziser, reproduzierbarer 3D-Daten. Das Design erlaubt unterschiedlichste Aufbauvarianten – von der kompakten Prüfstation bis zu skalierbaren Messzelle.

Modulares Kamerakonzept

Als Sensoreinheit verwenden wir Raspberry-Pi-Computer mit 64MP-Kameramodulen. Zwei Kameras bilden jeweils ein Stereo-Modul. Diese Stereo-Module können mithilfe von Industrieprofilen und 3D-gedruckten Adaptern nahezu beliebig positioniert und zu größeren Arrays kombiniert werden.

3D-Scanner Hardware Stereo-Modul - Front 3D-Scanner Hardware Stereo-Modul - Draufsicht 3D-Scanner Hardware Stereo-Modul - Elektronik 3D-Scanner - Detailaufnahme
  • Skalierbarkeit: Anzahl und Geometrie der Stereo-Module nach Messaufgabe konfigurierbar.
  • Mechanische Integration: Flexible Montage über Industrieprofile; Adapter/Träger per 3D-Druck.
  • Synchroner Aufbau: Auslegung für stabile Kamerapositionen.

Voraussetzungen für eine robuste 3D-Rekonstruktion

Aus den Bildern, die mit dem aus diversen Stereo-Modulen bestehenden 3D-Rig aufgenommen wurden, erfolgt die Berechnung der 3D-Daten des aufgenommenen Objektes - die 3D-Rekonstruktion.

  • Mehrfachsichtbarkeit: Damit die 3D-Rekonstruktion zuverlässig funktioniert, muss jeder Punkt des Objekts von mindestens drei Kameras erfasst werden.
  • Oberflächenstruktur: Die Oberfläche des Objekts sollte ausreichend strukturiert sein, damit genügend markante Merkmale für das Bild-Matching verfügbar sind.

Hinweis: Bei glatten, homogenen oder spiegelnden Oberflächen empfehlen sich strukturgebende Maßnahmen (z. B. Mattierung, projizierte Muster oder speckle-basierte Textur), um die Feature-Dichte zu erhöhen.

Software-Pipeline und Rechenanforderungen

Für die Rekonstruktion setzen wir auf eine MVS-Toolchain (Multi-View Stereo). Die Bildaufnahme erfolgt über die Raspberry-Pi-Kameramodule, die über einen Windows-Rechner gesteuert werden. Somit können Belichtungs- und Fokuseinstellungen per Software angepasst werden. Die rechenintensive 3D-Rekonstruktion wird auf einem leistungsfähigen PC mit GPU-Unterstützung durchgeführt.

  • Rechenplattform: Windows-PC mit NVIDIA-GPU zur Beschleunigung der Rekonstruktionsschritte.
  • Ergebnis: Generierung einer Mesh-Datei (z. B. für nachgelagerte Qualitäts- oder Maßanalysen).
  • Weiterverarbeitung: Analyse und Auswertung gemäß Anforderungen mit individueller Software.

Typischer Workflow

  1. Aufbau und Ausrichtung der Stereo-Module entsprechend der Messaufgabe.
  2. Aufnahme des Kalibrierungskörpers und Aufnahme der Bilddaten.
  3. Übertragung der Daten an den Rekonstruktions-PC.
  4. 3D-Rekonstruktion via MVS-Toolchain und Erzeugung des Mesh.
  5. Optionale Nachbearbeitung/Analyse des Mesh mit kundenspezifischer Software.

Interesse?

Gern besprechen wir mit Ihnen die Möglichkeiten für den Aufbau, typische Genauigkeits-/Auflösungsgrenzen und die optimale Modulkonfiguration für Ihren Anwendungsfall.

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